Zum 6. September hatten Mehr Demokratie, die Kölner Freiwilligen Agentur, die Bürgerstiftung Köln und die Initiative „Köln kann auch anders“ Vertreter von Kölner Bürgerinitiativen zu einer Themenwerkstatt rund um die Bürgerbeteiligung in Köln eingeladen. Ziel der Veranstaltung war es, einen Blick auf die den Stand der Dinge zu werfen und Erfahrungen über Kölner Bürgerbeteiligungsverfahren auszutauschen.
An diesem Donnerstagnachmittag trafen sich insgesamt 40 Vertreterinnen und Vertreter Kölner Bürgerinitiativen unter anderem von der Bürgerinitiative Helios und der Aktionsgemeinschaft Contra Erweiterung Godorfer Hafen, um mit Hilfe der Methode World-Café unterschiedliche Aspekte der Bürgerbeteiligung in Köln herauszuarbeiten und zu diskutieren. Als Grundlage diente das vom "Netzwerk Bürgerbeteiligung" erstellte Papier "Qualitätskriterien Bürgerbeteiligung".
Innerhalb des World-Cafés gab es die Möglichkeit, sich an drei von insgesamt neun Diskussionsrunden zu beteiligen. Die Themen: Grundhaltung der Akteure, Ziele und Rahmensetzung, Verbindlichkeit, Prozessgestaltung, Transparenz, Einbeziehung, Kollektive Intelligenz, Einbettung in die lokale politische Kultur und weitere Aspekte der Bürgerbeteiligung. Die Teilnehmer diskutierten lebendig und tauschten gleichzeitig Erfahrungen mit Bürgerbeteiligung untereinander aus.
Als besonders wichtig für Bürgerbeteiligung, erachteten die Teilnehmer die Kooperationsbereitschaft der Verwaltung in Richtung der Bürgerinitiativen und die möglichst transparente Gestaltung von Bürgerinitiativen. Vor allem das Einbeziehen von weiteren Unterstützern war den Teilnehmenden ein besonders Anliegen. Ein Aspekt für erfolgreiche Bürgerbeteiligung, der immer wieder genannt wurde, ist es, die Bürger möglichst frühzeitig in den Planungsprozess einzubinden und zu informieren.
Im zweiten Teil der Veranstaltung gab es die Möglichkeit, die bisherigen Ergebnisse gemeinsam zu besprechen. Gleichzeitig wurden die wichtigsten Aspekte der einzelnen Themen herausgearbeitet. Die Themenwerkstatt bot eine gute Möglichkeit, sich über verschiedene Aspekte der Bürgerbeteiligung in Köln auszutauschen. Die Moderatorin Anja Stiel führte gekonnt durch die Veranstaltung.
Am 24.Oktober treffen sich die Teilnehmer erneut, wobei ein Positionspapier auf Grundlage der in der Themenwerkstatt erarbeiteten Ergebnisse verabschiedet werden soll. Die öffentliche Vorstellung des Positionspapiers mit Podiumsdiskussion findet am 19.November im DomForum statt. Dazu eingeladen sind neben den Vertretern von Bürgerinitiativen auch Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Medien.
Ein Ideenentwicklungskonzept, das gerne in anderen Städten und Gemeinden übernommen werden darf.









