Seit dem 18. August laufen Wanderer von Bochum aus nach Berlin. Dies nicht nur aus Freude am Wandern, sondern auch, um der Forderung nach der Einführung bundesweiter Volksentscheide Nachdruck zu verleihen.
Mit der vom OMNIBUS für direkte Demokratie mit Unterstützung von Mehr Demokratie organisierte Aktion "Der aufrechte Gang - 675 Kilometer für die Volksabstimmung" sind wir rund 40 Tage zu Fuß unterwegs in die Bundeshauptstadt. Nach der Bundestagswahl am 22. September wollen wir zu den Koalitionsverhandlungen in Berlin eintreffen. Hier wollen wir die Verankerung der Einführung bundesweiter Volksabstimmung im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung einfordern. Dieser Forderung wollen wir auch dadurch Nachdruck verleihen, dass wir 100.000 Unterschriften an die neue Regierung überreichen.
Diese Aktion hat einen wirksamen Vorgänger. Vor 182 Jahren zogen rund 600 mit Stöcken ausgerüstete eidgenössische Bauern nach St. Gallen, um ihren Forderungen nach demokratischer Ordnung und Volkssouveränität Nachdruck zu verleihen. Erst als klar war, dass der Verfassungsrat der Einführung eines Gesetzesvetos für das Volk zugestimmt hatte, beruhigten sie sich.
„Der aufrechte Gang ist eine innere Haltung“, weiß Michael von der Lohe, Geschäftsführer des OMNIBUS. „Wir sind aufrechte Menschen, die mitbestimmen sollten.“ Die Bundestagsdirektkandidaten der Orte, die durch die Demokratie-Wanderung berührt werden, sind zu lokalen Veranstaltungen eingeladen. Immer dabei ist auf der Tour auch der doppelstöckige und namensgebende Omnibus.
Jeder kann bei der Aktion mitmachen. An mehreren Stationen der Wanderung finden interessante Veranstaltungen statt. Es geht aber nicht immer nur um Politik. Wer will, kann bei einer Führung zu den Extersteinen dabei sein. Diese markante Sandstein-Felsformation im Teutoburger Wald ist eine herausragende Natursehenswürdigkeit. Die Wanderung endet mit einem Abschlussfest in Berlin.









