Markus Möller aus Bonn ist eines der aktivsten Mitglieder von Mehr Demokratie in NRW. Er hat bereits an zahlreichen Aktionen und Veranstaltungen teilgenommen und organisiert in seiner Heimatstadt nun bereits seit längerem einen Aktionskreis, der vor Ort aktiv ist.
Wir haben Markus gefragt, warum er bei Mehr Demokratie ist und wie seine Arbeit für den Verein aussieht.
Markus, Du bist seit 2008 Mitglied bei Mehr Demokratie. Was hat Dich zum Beitritt bewogen?
Hm, das ging so schnell, wahrscheinlich ein Bauchgefühl. Ich arbeitete gerade an meiner Examensarbeit. Dabei recherchierte zu Direkter Demokratie, stieß auf die Mehr Demokratie-Internetseite, las kurz, wofür der Verein sich einsetzt und welche Ziele er verfolgt und drückte dann auf den „Mitglied werden“-Button, denn das entsprach genau meiner Vorstellung, die Demokratie weiterzuentwickeln.
Wo warst Du in den letzten sechs Jahren bei Mehr Demokratie aktiv? Was hat Dir am meisten Spaß gemacht?
Zurzeit bin ich im Mehr Demokratie Aktionskreis Bonn aktiv, wir haben letztes Jahr zur Bundeskampagne zur Einführung des bundesweiten Volksentscheids drei größere Aktionen durchgeführt. Eine Fahrradtour, eine Demo und eine Kundgebung mit allen Wahlkreiskandidaten auf dem Münsterplatz im Schatten des aufblasbaren Grundgesetzes, mit dem wir Volksentscheide forderten. Das machte viel Spaß und stieß auch auf gute Resonanz. Genauso die anderen Aktionen für den bundesweiten Volksentscheid, Infostände auf Ländertouren zu Länderverfassungsreformen, die Volksinitiative in Schleswig-Holstein 2011, Vorträge und Vereinsarbeit seit der Bundestagswahl 2009.
Am meisten hat es mir aber Spaß gemacht, bei der Anhörung im Hessischen Landtag zur Volksbegehrensreform am hessischen Verfassungstag am 1. Dezember 2010 ein Plädoyer für mehr direkte Demokratie in Hessen zu halten.
In Bonn arbeitet ein Aktionskreis an den Themen von Mehr Demokratie. Wie habt ihr euch zusammengefunden und wie sieht eure Arbeit aus?
Seit knapp einem Jahr treffen sich regelmäßig etwa acht bis zehn Aktive einmal im Monat zu einem Stammtisch. Dazu kam es, weil wir in Vorbereitung der Mehr Demokratie-Bundeskampagne Aktionsgruppen gebildet haben. Jetzt arbeiten wir weiter an kommunalen Themen zur Bürgerbeteiligung und planen einen regelmäßigen „Gemeinschaftsstand Bürgerbeteiligung“ an einem bestimmten Platz in der Bonner Innenstadt mit hohem Wiedererkennungswert. Bestenfalls informiert dann jedes Wochenende eine andere Bürgerbeteiligungsgruppe mit einem Gemeinschafts-Aufsteller aller Organisationen. Dieser Stand soll als Anlaufpunkt für Informationen rund um Bürgerbeteiligung und zum mitmachen einladen.
Daran schließen sich auch so langsam die Planungen für Aktionen bei der Kommunal- und Europawahl im Mai an. Mehr Demokratie Bonn wird dann als Ansprechpartner für die Bürgerinnen und Bürger da sein, Informationen verteilen und zum Mitmachen anregen.
Was wünschst Du Dir für Deine weitere Arbeit bei Mehr Demokratie? Was willst Du erreichen?
Mein Wunsch ist es weiter Teil einer Bewegung zu sein, die sich nicht nur in Deutschland, sondern über Democracy International oder der Kampagne für eine Parlamentarische Versammlung bei der UNO auch auf Europa- und Weltebene für Mitbestimmungsrechte aller Menschen einsetzt, um mit den Mitteln der direkten Demokratie und anderen Beteiligungsmöglichkeiten Probleme der Menschheit zu lösen. Daran möchte ich wo es mir möglich ist weiter mitarbeiten, dazu lernen, aktiv sein und weiter machen, bis wir in Deutschland einen Volksentscheid auf Bundesebene kriegen, der unseren Ansprüchen genügt.
Gerne würde ich mehr für Marketing, einen Online-Shop und Mitgliederwerbung arbeiten, damit mehr Menschen von der Idee der Volksgesetzgebung überzeugt werden können und mitmachen. Was will ich erreichen? Erreichen können wir nur alle zusammen so etwas wie Weltdemokratie, damit es Frieden gibt.









