"Wofür seid ihr denn?" - Eine gute Frage angesichts der Gruppe, die sich am Karfreitag mit weißen Umhängeplakaten am vor der Düsseldorfer Kunsthalle geparkten Omnibus für Direkte Demokratie eingefunden hatte.
Waren die gleichen Leute in den Wochen zuvor noch mit beschrifteten Plakaten als Unterschriftensammler für die Volksinitiative "Mehr Demokratie beim Wählen" durch die Landeshauptstadt gezogen, waren die Plakate am Karfreitag aussagefrei.
Mit den leeren so genannten "Sandwiches" sollte die Arbeit von Mehr Demokratie und Omnibus symbolisiert werden: Wir bieten mit unserer Arbeit für die direkte Demokratie durch Volksentscheide eine freie Diskussionsfläche für die Ideen der Menschen. Dies wurde von einigen vorbei kommenden Passanten auch intuitiv verstanden. "Rettet die Wale!" rief ein Mann den Demokratie-Aktiven spontan zu.
Der Künstler und Meisterschüler des Düsseldorfer Aktionskünstlers Joseph Beuys, Johannes Stüttgen, erläuterte den meist jüngeren Demokratiekämpfern die Anfänge der Bewegung für die direkte Demokratie in Deutschland. Bereits 1971 hatte Beuys mit Künstler-Kollegen in der Düsseldorfer Andreasstraße ein "Büro für Direkte Demokratie durch Volksabstimmung" eröffnet. Während viele junge Menschen seinerzeit für den Sozialismus schwärmten, strebten Beuys und andere nach mehr Freiheit und Selbstbestimmung für den Einzelnen.
Auch Mehr Demokratie arbeitet als aus diesen Anfängen hervor gegangene Initiative nun schon seit 20 Jahren für diese Idee. Und die Erfolge können sich sehen lassen. Im Juni feiern wir das Jubiläum auf unserer Jahrestagung. Feiern Sie mit!











