Kandidierende NRW-Landesvorstand 2026

• Andrea Adamopoulos
• Anne Hardt
• Dr. med vet Bernard Knubel
• Dr. Christoph Klein
• Prof. Dr. Holger Schiele

Andrea Adamopoulos

Liebe Mitglieder, ich bin Andrea Adamopoulos, bin 44 Jahre alt und lebe mit meinem Mann und unseren beiden Teenager-Kindern in der Kölner Südstadt.

Ich bin Betriebswirtin und seit zwei Jahren freiberufliche Trainerin für Demokratieseminare. Die Seminare spiegeln meine Auffassung von einer lebendig gelebten Demokratie wider: Ich denke, dass eine Demokratie nur dann zur Gänze funktionieren kann, wenn wir sie nicht bloß als ein Staats- bzw. Regierungsinstrument begreifen, sondern als eine Alltagsaufgabe, die uns alle betrifft. Jeden Tag treffen wir Entscheidungen: Wie wir streiten, wie wir einander zuhören, wie wir empathisch sind, Kompromisse finden oder für unsere Haltung einstehen, alles das macht uns aus und stabilisiert unseren gesellschaftlichen Zusammenhalt und damit die Demokratie. Die Direkte Demokratie ermöglicht es uns, dieses enorme Potential regelmäßig in Gesetze zu gießen – leider noch viel zu selten, deshalb liegt noch ein gutes Stück Arbeit vor uns. Mit dieser Auffassung habe ich bei Mehr Demokratie viele Gleichgesinnte und würde mich von Herzen freuen, weiterhin Mitglied des Landesvorstands sein zu dürfen. Deshalb bitte ich um Ihre und Eure Stimme.

Herzlich grüßt 

Andrea Adamopoulos

Anne Hardt

Weil ich an die direkte Demokratie als Instrument zur Lösung vielfältiger aktueller Probleme glaube, bin ich seit 2018 bei Democracy International als Lead Fundraising & Projects angestellt und seit 2022 im Vorstand von MD NRW.

Democracy International ist aus einem Netzwerk von Demokratieaktiven rund um die Gründung der Europäischen Bürgerinitiative erwachsen, zu dem auch viele Mitglieder von MD gehörten. Hier arbeite ich Dank der vielen thematischen Überschneidungen und gemeinsamen Interessen seit Langem mit MD NRW als ständigem Partner zusammen. Die gemeinsame Arbeit und die Vorstandstätigkeit eröffnen beiden Vereinen immer wieder neue Möglichkeiten.

Ein Beispiel ist das Jugendprogramm von DI für das ich verschiedene europaweite Austausche und internationale Freiwilligenprogramme aufgebaut habe.
Viele davon, wie das Democracy Camp, finden in Zusammenarbeit mit MD statt. Gerade hier helfen der enge Kontakt und Austausch.

Ich freue mich sehr darauf, diese gemeinsame Arbeit als Teil des Vorstands von MD fortzuführen und neben der internationalen Ebene weiterhin für mehr direkte Demokratie und Beteiligung in meiner Heimat NRW tätig zu sein!

Dr. med vet Bernard Knubel

Ich bin Bernard Knubel aus Köln, ich bin 64 Jahre, arbeite als Tierarzt im Bergischen Land und bin seit sechs Jahren im Landesvorstand. Mein Interesse am politischen Engagement liegt bei der demokratischen Weiterentwicklung unserer Gesellschaft, die ständig und von vielen Seiten gefährdet ist. Mehr Demokratie stärkt in meiner Wahrnehmung die Kräfte, die dieser Gefährdung entgegen wirken und daher möchte ich mich weiter engagieren. Dabei liegt für mich der Erfolg bei der Umsetzung von direktdemokratischen Verfahren, die Bürgern das Gefühl für ihre eigene Verantwortung und für Selbstwirksamkeit vermitteln.

 

Dr. Christoph Klein

Ich lebe in Bielefeld, bin verheiratet und wir haben vier erwachsene Kinder. Ich bin Chirurg mit zusätzlichen Schwerpunktweiterbildungen, außerdem Sozialmediziner und Diplom-Gesundheitswissenschaftler.

Seit 2021 bin ich Mitglied bei Mehr Demokratie und seit 2022 im Landesvorstand NRW. Auf kommunaler Ebene engagiere ich mich im Netzwerk Bürgerbeteiligung Bielefeld und setzte mich hier unter anderem für ein Regelwerk Öffentlichkeitsbeteiligung und für die Etablierung von Bürgerräten als Element der strukturierten Einbindung der Öffentlichkeit in politische Entscheidungsfindung in unserer Stadt ein.

Für die wachsenden Herausforderungen und die notwendigen sozial-, umwelt-, wirtschafts- und sicherheitspolitischen Veränderungen bedarf es einer breiten Akzeptanz in der Bevölkerung. Freie Wahlen und Parlamente sind die tragende Säule unserer Demokratie. Mit Leben gefüllt und krisenfest wird Demokratie aber erst, wenn sich möglichst viele Menschen aktiv einbringen, konstruktiv diskutieren, Kompromisse finden und gesellschaftliche Verantwortung übernehmen. Das Abgeben von Verantwortung an Parlamente und Parteien reicht nicht mehr aus. Es setzt politische VertreterInnen zunehmend unter Druck, komplexe Entscheidungen von großer Tragweite zu schnell, oftmals ohne ausreichenden demokratischen Dialog zu treffen.

Menschen wollen gefragt, mit ihren Ideen und Sorgen ernst genommen werden, sich einbringen. Aktuell gibt es eine wachsende Kultur der öffentlichen Empörung gegen politische Entscheidungen. Bei zu vielen Menschen mündet diese Empörung in der Unterstützung populistischer Parteien. Deshalb bin ich überzeugt: Wir brauchen ergänzende Instrumente zur strukturierten

Einbindung der Öffentlichkeit in Planung, Diskussion und Umsetzung von gesellschaftlichen Projekten, um demokratische Mitverantwortung in der Bevölkerung zu fördern und am Ende parlamentarischen Entscheidungen wieder den notwendigen gesellschaftlichen Rückhalt zu geben. Demokratisches Mitgestalten muss für alle wieder unmittelbar erfahrbar und zu einem positiven Erlebnis werden.

An diesen Zielen möchte ich bei Mehr Demokratie weiter mitarbeiten.

Prof. Dr. Holger Schiele

Ich lebe in Düsseldorf, nur eine Fahrradstrecke vom Landtag entfernt. Nach zehn Jahren Erfahrung in der Wirtschaft bin ich seit 2009 Professor für Technologiemanagement an der Universität Twente. Seit vierzehn Jahren engagiere ich mich im Landesvorstand von Mehr Demokratie in NRW und war darüber hinaus auch einige Jahre als Bundesrechnungsprüfer unseres Vereins aktiv.

Ein besonders prägendes Erlebnis in den letzten Jahren war der Einsatz für die „G9 Jetzt“-Initiative zur Wiedereinführung des 13. Schuljahrs in NRW. Obwohl die für einen Volksentscheid benötigte Anzahl von 1,1 Millionen Unterschriften nicht erreicht wurde, war die Kampagne dennoch erfolgreich, da die meisten Parteien die Forderung übernahmen. Dies zeigt, wie wichtig Volksentscheide sind. Ohne dieses Instrument wäre die Rückkehr zum neunjährigen Gymnasium wohl kaum erfolgt. Gleichzeitig offenbart sich, dass die Hürde von 1,1 Millionen Unterschriften in NRW viel zu hoch ist. Wir müssen uns weiter auf Landesebene dafür einsetzen, die Schwellen für Volksentscheide zu senken. Auch eine digitale Unterschriftensammlung sollte ermöglicht werden, was zudem die Kosten reduzieren würde.

Es ist mir ein Anliegen, dass Mehr Demokratie seine Kernkompetenz – die Förderung von Volksentscheiden auf allen politischen Ebenen – nicht aus den Augen verliert. Direkte Demokratie könnte helfen, die zunehmende Polarisierung und den Populismus zu bekämpfen. Dieser Prozess ähnelt jedoch einem Marathon, weshalb wir auch verstärkt junge Menschen einbeziehen müssen.

https://nrw.mehr-demokratie.de/ueber-uns/gremien/landesvorstand/holger-schiele/