Junge Visionen für unsere Demokratie! – Ein Bericht über das Democracy-Camp 2022

Fünf Tage lang haben sich junge Erwachsene aus Deutschland, Österreich, Italien, Frankreich, der Schweiz und Südafrika beim Democracy-Camp über Beteiligungsmöglichkeiten ausgetauscht, Probleme in unseren Demokratien identifiziert und konkrete Verbesserungsmöglichkeiten erarbeitet.

Das Democracy-Camp, organisiert von Democracy International und dem Dachverband Schweizer Jugendparlamente fand vom 14. bis zum 18.9 statt. Das erste Highlight des Camps war der Besuch einer Plenardebatte im Schweizer Nationalrat. Im Anschluss an die Sitzungen konnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Nationalrätin Sarah Wyss alle Fragen zum politischen System in der Schweiz sowie zum aktuellen politischen Geschehen stellen.

Am Nachmittag war Zeit, um die Demokratie spielerisch kennenzulernen. Die Initiative „Demokrative“ hat eine Reihe von Spielen entwickelt, um insbesondere Jugendlichen Formen der demokratischen Beteiligung nahezubringen. Von Brettspielen bis hin zu Rätselaufgaben war für jeden etwas dabei. Hier findet ihr alle Infos zur Initiative und könnt die Spiele kostenlos runterladen!

Nach dem Start des Camps in der Schweizer Hauptstadt ging es dann in die Berge: Bei strömendem Regen und mit schwerem Gepäck sind wir an unserer Jugendherberge auf 1300m Höhe angekommen. Die gute Stimmung im Camp blieb auch vom Wetter und Fußmarsch unbeeinträchtigt!

Am nächsten Tag standen insbesondere die aktuellen Schwachstellen der Demokratien im Vordergrund. In Kleingruppen wurden verschiedenste Probleme identifiziert und diskutiert: Wo fehlt Transparenz im politischen System? Welche Gruppen werden nicht gehört? Wo braucht es mehr Kontrolle? Anschließend konnten dann alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer abstimmen, wie sie die verschiedenen Schwachstellen gewichten. Im zweiten Schritt wurden im Rahmen eines World Cafés die ausgewählten Probleme weitergehend diskutiert und konstruktive Lösungsvorschläge erarbeitet. Nach ausgiebigen Gesprächen und Debatten konnten sich alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer mehrheitlich auf zehn konkrete Maßnahmen einigen, die unsere Demokratien verbessern würden. Diese Vorschläge werden bei dem anstehenden Global Forum on Modern Direct Democracy, der weltweit größten Konferenz für partizipative und direkte Demokratie vorgestellt.

Ein weiteres Highlight des Democracy Camps waren die verschiedenen Workshops. Unter anderem hat unser Landesgeschäftsführer Achim Wölfel, der als Head of Delegation für die deutschen Teilnehmerinnen und Teilnehmer zuständig war, einen Workshop zu Lobbyismus und Campaigning gehalten. Besonders im Fokus stand dabei unsere Kampagne zur NRW Landtagswahl, als Beispiel für erfolgreiche Kampagnen-Arbeit. Die anderen Workshops haben sich mit Fundraising und Projektmanagement beschäftigt.

Trotz allen inhaltlichen Programmpunkten, Gruppenarbeiten und Debatten im Plenum kam selbstverständlich auch das Freizeitprogramm nicht zu kurz. Während der Wanderungen auf dem Rigi, bei Volleyball und Fußball oder beim gemütlichen Kaffee trinken sind (internationale) Freundschaften entstanden, die auch über die Zeit im Camp hinausgehen werden.

Das Democracy-Camp war eine tolle Möglichkeit für junge, engagierte Menschen aus ganz Europa und Afrika, sich auszutauschen, neue Perspektiven kennenzulernen und gemeinsam eine Vision für eine bessere Demokratie zu entwickeln.

Mehr Informationen zum Democracy Camp findet ihr auf der Website der verschiedenen Organisatoren des Camps:

Pressemitteilung

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