Pressemitteilung

Bürgerentscheid in Kirchlengern: Mehrheit für Sauna im neuen Freizeitbad

Abstimmung nur per Briefwahl möglich

Bei einem gestern zu Ende gegangenen Bürgerentscheid in Kirchlengern hat sich eine Mehrheit der Abstimmenden für eine Sauna im geplanten Neubau des Freizeitbades Aqua Fun ausgesprochen. 55,7 Prozent stimmten für das Vorhaben und 44,3 Prozent dagegen. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 39,2 Prozent.

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Der Kirchlenger Gemeinderat hatte zuvor beschlossen, dass es in dem geplanten Neubau des Aqua Fun keine Sauna geben solle. Gegen diesen Gemeinderatsbeschluss formierte sich das Bürgerbegehren „Ja zur Sauna“. Innerhalb von drei Monaten sammelten die Initiatoren des Begehrens rund 1.500 gültige Unterschriften für ihr Anliegen. Da der Gemeinderat das Begehren ablehnte, kam es zum Bürgerentscheid. 

Gegner der Sauna führten in erster Linie die zusätzlichen Investitions- und Folgekosten für das aus ihrer Sicht ohnehin teure Bauprojekt an. Unter anderem sind im Rahmen des Neubaus ein Sportbecken, ein Lehrschwimmbecken und ein Kinderbereich geplant. Angesichts des überschaubaren Haushalts einer kleinen Gemeinde wie Kirchlengern sei es nicht verantwortlich, zusätzlich eine Sauna zu bauen. Dies würde den Handlungsspielraum für weitere wichtige Vorhaben der Gemeinde einschränken.     

Befürworter des Bürgerbegehrens argumentierten mit einer deutlich höheren Attraktivität des Freizeitbades, auch über die Grenzen der Gemeinde hinaus. Mit Blick auf steigende Kosten erwähnten sie etwa die Gründung eines Saunavereins. Dieser würde seine Mitglieder schulen, so dass sie selbst Aufgüsse vornehmen könnten, wodurch Personalkosten gespart werden würden. Außerdem hätten persönliche Gespräche gezeigt, dass Bürger auch höhere Eintrittspreise für eine Sauna in Kauf nähmen.

Den letzten Bürgerentscheid gab es in Kirchlengern vor mehr als 20 Jahren. Damals sprach sich die Bevölkerung mit großer Mehrheit für eine günstigere Rathaus-Sanierung aus. Ein Bürgerbegehren über ein Kanalsystem im Bereich Heenfeld aus dem Jahr 2001 wurde vom Gemeinderat übernommen und führte zu einem neuen Gemeinderatsbeschluss.

Pressesprecher


Achim Wölfel
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