Von Afrikas ältester Demokratie lernen - Botswana

05.12.2025 15:30 Uhr - 06.12.2025 18:30 Uhr
 



Bild zur Veranstaltung Von Afrikas ältester Demokratie lernen - Botswana

In der deutschen Berichterstattung spielt Botswana kaum eine Rolle. Mit nur zweieinhalb Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern steht das Land häufig im Schatten seines großen Nachbarn Südafrika. Doch Botswana ist nicht nur wegen seiner beachtlichen Elefantenpopulation einen Blick wert – immerhin der größten weltweit. Sondern auch wegen seiner Demokratie!

Sie gilt als eine der stabilsten Afrikas und als außergewöhnliches Beispiel dafür, wie immenser Rohstoffreichtum mit starken demokratischen Strukturen einhergehen kann. Bereits seit Anfang des 19. Jahrhunderts gibt es in Botswana eine Art öffentliche Versammlung zur Streitbeilegung und organisierten Bürgerbeteiligung: das Kgotla-System, bei dem Beschlüsse im Konsens gefasst werden. Hier soll möglichst jeder und jede zu Wort kommen. Und auch mit Blick auf Pressefreiheit und Korruptionsbekämpfung schneidet das Land besonders gut ab. Botswana belegt nach dem Antikorruptionsindex von Transparency International im letzten Jahr den 43. Platz und liegt damit noch vor europäischen Ländern wie Italien und Spanien. Doch auch in Botswana steht die Demokratie unter Druck!

Im vergangenen Jahr gab es einen friedlichen Machtwechsel – der erste Regierungswechsel überhaupt seit der Unabhängigkeit 1966. Gleichzeitig stellt die Transformation vom Diamantenstaat zu einer diversifizierten Wirtschaft das Land vor soziale und politische Herausforderungen. Zivilgesellschaftliche Organisationen tun sich schwer damit, dauerhafte Strukturen zu etablieren. Und mit nur rund 10 Prozent weiblichen Abgeordneten sind Frauen in Botswanas Politik, trotz rechtlicher Gleichheit, stark unterrepräsentiert. All das ist Grund genug für uns, dieses demokratisch hoch interessante Land einmal genauer unter die Lupe zu nehmen. Wie funktioniert das politische System Botswanas? Mit welchen Herausforderungen sieht sich das Land konfrontiert? Was können wir von der vielleicht ältesten Demokratie Afrikas lernen? Gemeinsam mit der Heinrich Böll Stiftung haben wir deshalb eine zweitägige Online-Tagung organisiert, zu der wir Sie herzlich einladen möchten!

Im Rahmen von vier Themenblöcken sprechen wir mit Menschen aus Wissenschaft, Politik und Zivilgesellschaft. Da fast alle Referentinnen und Referenten aus Botswana sind, findet die Tagung in englischer Sprache mit deutscher Übersetzung statt.  

Die Anmeldung erfolgt übr die Heinrich Böll Stiftung: https://calendar.boell.de/de/botswanatagung 

 

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