Pressemitteilung

Olympioniken werben für Bürgerbegehren

Krefeld/Köln– In Krefeld erhält ein Bürgerbegehren ungewöhnliche Unterstützung. Prominente Olympiasportler unterstützen das heute startende Bürgerbegehren für den Erhalt des Jugendstilbades in der Stadt. Bekannte Erstunterzeichnerin des Begehrens ist so etwa Anne Poleska, Sportlerin des Jahres und Silbermedaillen-Gewinnerin bei den Olympischen Spielen in Athen 2004. Ihre Unterschrift gab außerdem Wiltrud Urselmann, die 1960 bei den Olympischen Spielen in Rom die Silbermedaille errang. Weitere Unterstützer sind der Schwimmer Steffen Driessen und der Wasserballer Hermann Haverkamp. Alle Sportler stammen aus Krefeld und haben im Stadtbad ihre ersten Bahnen gezogen.

 

Nach dem Willen der Ratsmehrheit soll das Stadtbad-Gelände sowie umliegende Bereiche für 80 Millionen Euro in ein Einkaufszentrum mit 78 Läden auf drei Etagen und zwei Parkgeschossen in den oberen beiden Stockwerken verwandelt werden. Fassade und Teile des Bades selbst sollen dabei erhalten werden, der überwiegende Teil der Anlage würde jedoch zerstört. Lediglich die Grünen lehnen diese Pläne ab. Unterstützung erhalten die Umbau-Kritiker aus dem Rheinischen Amt für Denkmalpflege. In einem Schreiben an den Krefelder Baudezernenten Thomas Visser hatte das Amt im Dezember darum gebeten, die Entscheidung noch einmal zu überdenken.

 

Die Umbau-Befürworter erhoffen sich eine Belebung des umgebenden Innenstadtbereichs. Eine Reaktivierung des derzeit geschlossenen Stadtbades sowie weiterer Bäder würde nach ihrer Rechnung ein jährliches Defizit von 1,2 Millionen Euro bringen. Eine Subventionierung der Bäder in dieser Höhe sei nicht zu leisten.

 

Für ein erfolgreiches Bürgerbegehren benötigen die Stadtbad-Freunde rund 7.200 Unterschriften. Lehnt der Rat das Bürgerbegehren ab, kommt es zum Bürgerentscheid. Nach einer Meldung der Initiative „Mehr Demokratie“ ist das Begehren in Krefeld aktuell bereits das vierte für den Erhalt eines Bades. Ähnliche Initiativen laufen derzeit in Münster, Schwerte und Wassenberg.

 

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Ina Kuhl
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