Pressemitteilung

12. Januar 2018

Skatepark auf dem Stimmzettel

Von Thorsten Sterk

Bürgerentscheid in Olfen am Sonntag

Sollen Rollbrett-Begeisterte neben einem Friedhof skaten dürfen oder nicht? Um diese Frage geht es bei einem Bürgerentscheid am Sonntag in der Kleinstadt Olfen im Kreis Coesfeld.

 

Der Stadtrat hatte im Juli vergangenen Jahres den Bau eines Skateparks am Friedhof der Stadt beschlossen. Die Skateanlage soll eine Größe von rund 860 Quadratmeter haben. Die „Bürgergemeinschaft ProFriedhofsruhe“ will dies verhindern und hatte dazu ein Bürgerbegehren gestartet. Der Initiative geht es darum, eine Skateanlage an aus ihrer Sicht einem der schönsten Orte der Steveraue zu verhindern. Außerdem müsse die Friedhofsruhe gewahrt werden.

 

Evangelische und katholische Gemeinde haben keine Bedenken gegen einen Skatepark in unmittelbarer Nähe des Friedhofs oder an der alten Fahrt. Die Totenruhe werde nicht durch den Lärm von Jugendlichen gestört.

 

Die Untere Landschaftsbehörde beim Kreis Coesfeld sieht im Skatepark-Standort am Friedhof keine Probleme für die dort lebenden Tiere. Bürgermeister Wilhelm Sendermann hat eine Überwachung des Geländes durch Kameras und einen Sicherheitsdienst vorgeschlagen. Außerdem ist ein drei Meter hoher Lärmschutzwall vorgesehen.

 

In der Diskussion über den Standort für den Skatepark waren sieben Standorte: neben der Möglichkeit an der Steveraue neben dem Friedhof noch sechs weitere. Über die Jahre gab es verschiedene Favoriten. Für den Bolzplatz an der Alten Fahrt etwa sprach, dass es dafür Fördermittel gäbe. Doch viele Olfener sprachen sich dagegen aus. Ein Skatepark im Gewerbegebiet wäre zu weit außerhalb. Ein Skatepark am Steversportpark hätte Auswirkungen für die anderen Sportler gehabt.

 

Damit das Bürgerbegehren im Bürgerentscheid erfolgreich ist, braucht es neben der Mehrheit der Abstimmenden die Zustimmung von mindestens 20 Prozent aller Stimmberechtigten.

Pressesprecher

Thorsten Sterk

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