Pressemitteilung

25. Juni 2017

Pulheimer Friedhöfe bleiben wie sie sind

Von Thorsten Sterk

Bürgerbegehren gegen Entwidmung von Grabflächen im Bürgerentscheid erfolgreich

Die Pulheimer Friedhöfe bleiben wie sie sind. In einem Bürgerentscheid votierten heute 84,8 Prozent der Abstimmenden gegen die Entwidmung von Grabflächen. Die Abstimmungsbeteiligung lag bei 22,2 Prozent. Das meldet die Initiative "Mehr Demokratie".

 

Der Pulheimer Stadtrat hatte im November ein neues Friedhofskonzept beschlossen. Im Rahmen dessen sollten 2.090 Grabstätten auf Pulheimer Friedhöfen geschlossen und nach Ablauf der Nutzungsrechte entwidmet werden.

 

Die Stadt begründete ihr neues Konzept mit bedeutenden Veränderungen im Friedhofswesen aufgrund gesellschaftlicher Entwicklungen. Diese hätten maßgebliche Auswirkungen auf die Gestaltung, die Verwaltung, die Bewirtschaftung von Friedhöfen und vor allem auf die Gebührenentwicklung.

 

Um einerseits den kulturell wertvollen Bestand der vorhandenen Friedhöfe und anderseits eine Stabilisierung der Friedhofsgebühren sicherzustellen, müssten Optimierungschancen genutzt und möglichst zeitgemäße und attraktive Leistungen angeboten werden. Dabei müssten die Leistungen für die Bürgerinnen und Bürger bezahlbar bleiben. Die Stadt sieht ein Sparpotenzial von 166.000 Euro jährlich.

 

Für die Initiative "Zukunft Friedhof" stehen die Pläne der Stadt im Widerspruch zu den menschlichen, ethischen und christlichen Werten. Sie verstießen gegen die Würde der Toten und seien nicht nur für die betroffenen Hinterbliebenen nicht zu akzeptieren.

 

Die angestrebte Kostensenkung entstehe erst, wenn alle Gräber abgelaufen und die Flächen entwidmet seien. Dies werde mehrere Jahrzehnte dauern. Bis dahin müsse die Verwaltung die Flächen bereits abgelaufener Gräber pflegen. Durch die auslaufenden Gräber werde der Pflegeaufwand für die Stadt größer.

Pressesprecher

Thorsten Sterk

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