„Super Tuesday 2020“ – gewählt wird nicht nur in den USA

…sondern auch im Büro von Mehr Demokratie NRW! Hier befindet sich eine der deutschlandweit 30 Wahlkabinen der Demokraten im Ausland. Die Demokraten im Ausland (Democrats Abroad) sind ein Zweig der Demokratischen Partei, in dem sich Millionen Parteimitglieder versammeln, die außerhalb der Vereinigten Staaten leben. Überall auf der Welt sorgen die Democrats Abroad dafür, dass die bei der Partei offiziell registrierten Wähler, auch wenn sie derzeit nicht in den USA sind, ihre Stimme geltend machen können.

 

Womit wir beim „Super Tuesday“ wären. Dieser fand am gestrigen Dienstag statt und war nicht nur in den Vereinigten Staaten eines der bestimmenden Themen in den Nachrichten. Doch was ist eigentlich so super bzw. das Besondere am „Super Tuesday“? Und welche Bedeutung hat dieser für die Präsidentschaftswahl am 03. November?

Zur Erinnerung: Die US-Amerikaner wählen dieses Jahr ihren Präsidenten. Das Ziel der Vorwahlen besteht darin, die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten und der Republikaner festzulegen. Für die Republikaner steht der Kandidat bereits fest, Donald Trump kandidiert für eine weitere Amtszeit. Da er quasi konkurrenzlos ins Rennen startet, finden für die Republikaner kaum Vorwahlen statt. Deshalb geht es heute besonders um die Vorwahlen der Demokraten. Die Wahlberechtigten stimmen, ähnlich wie bei der eigentlichen Wahl im November, für ihre präferierten Kandidaten. Diese Stimmen werden dann auf Delegierte umgerechnet, die im Juli zu den Parteitagen fahren. Dort wird, wenn nicht einer der Kandidaten im Vorfeld schon die Mehrheit der Delegierten für sich gewinnt, offiziell über den zukünftigen Präsidentschaftswahlkandidaten abgestimmt.

Begonnen haben die Vorwahlen für die Präsidentschaftskandidaten der Demokraten am 03. Februar traditionell in Iowa und werden noch bis zum 06. Juni andauern. An den meisten Wahltagen wird nur in einigen wenigen Bundessstaaten gewählt. Das ist am „Super Tuesday“ anders. Hier wählen insgesamt 14 Bundesstaaten plus American Samoa und die Mitglieder von Democrats Abroad. Aber nicht nur die Anzahl der wählenden Staaten ist besonders am „Super Tuesday“, sondern auch deren Zusammensetzung. So wird in den bevölkerungsreichen Staaten Texas und Kalifornien abgestimmt. Außerdem in Alabama, Arkansas, Colorado, Maine, Massachusetts, Minnesota, North Carolina, Oklahoma, Tennessee, Vermont und Virginia. Am Ende des Tages werden, zusammen mit den Vorwahlen von Februar, etwa 40 Prozent der Delegierten feststehen. Die Zahl der Delegierten hängt dabei vom Bundesstaat und dessen Bevölkerungsgröße ab. Allein aus Kalifornien und Texas kommen 415 bzw. 228 Delegierte. Die Democrats Abroad senden 21 Delegierte zum Parteitag. Damit ein Kandidat der Demokraten am Parteitag im Juli in Milwaukee direkt zum Präsidentschaftskandidaten ernannt werden kann, braucht er mindestens 1991 von 3979 Delegierten. 

Der „Super Tuesday“ gilt als wichtiger Wegweiser für die Nominierung des Präsidentschaftskandidaten der Demokraten. Die vergebenen Stimmen reichen zwar nicht für eine absolute Mehrheit, fallen jedoch erheblich ins Gewicht. Deshalb wird das Ergebnis mit Spannung erwartet. Ebenfalls von besonderer Bedeutung ist, dass die Bundesstaaten zum Teil eine sehr heterogene Wählerschaft aufweisen und die Kandidaten so prüfen können, ob sie auch die breite Masse ansprechen. Im Wahlkampf verblieben sind am Dienstagmorgen nur fünf Kandidaten: Joe Biden, Bernie Sanders, Michael Bloomberg, Elizabeth Warren und Tulsi Gabbard. 

Es bleibt also spannend im Wahlkampf um den Posten des demokratischen Präsidentschaftskandidaten. Die ersten Ergebnisse des „Super-Tuesday“ werden Mittwochmorgen erwartet. Da die Bundestaaten zum Teil in unterschiedlichen Zeitzonen liegen, schließen die Wahllokale nach deutscher Zeit in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch zwischen 1:00 und 5:00 Uhr. 

Pressemitteilung

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