Fit fürs Wahllokal – das war „Projekt Erstwahlhelfer 2021“

Ob Landtagswahl, Bundestagswahl oder Europawahl – keine Wahl kommt ohne sie aus: Die Rede ist von Wahlhelfer:innen. Am Wahltag betreuen sie die zahlreichen Wahllokale, sorgen für einen reibungslosen Ablauf und zählen am Ende des Tages die abgegebenen Stimmen aus. Allein bei der Bundestagswahl 2017 waren deutschlandweit über eine halbe Million Freiwillige im Einsatz. Die Suche nach Wahlhelfer:innen beginnt in der Regel schon einige Monate bevor eine Wahl stattfindet und gestaltet sich nicht immer einfach. Dieser Umstand führte im Jahr 2009 bei Mehr Demokratie e.V. dazu, die Aktion Wahlhelfer ins Leben zu rufen. Mit der Aktion Wahlhelfer unterstützt unser Verein Kommunen bei der Suche nach Wahlhelfer:innen. Was als einmaliges Projekt begann, ist inzwischen fester Bestandteil unserer Aktivitäten bei Wahlen in Nordrhein-Westfalen.

Die Wahlhelfer:innen beim Auszählen der Stimmen.

Darauf aufbauend fand in diesem Jahr eine Weiterentwicklung der Aktion Wahlhelfer statt. Ging es uns bislang darum, möglichst viele Menschen als Wahlhelfer:innen an Kommunen in Nordrhein-Westfalen zu vermitteln, wollten wir nun unseren Fokus neu setzen. Deshalb schlossen wir uns zur Bundestagswahl 2021 der Initiative Erstwahlhelfer des Hamburger Vereins Haus Rissen an. Die Initiative Erstwahlhelfer setzt sich zum Ziel, Wahlhelfer:innen nicht nur zu vermitteln, sondern gleich auch noch entsprechend auszubilden. Im Rahmen von zweitägigen Seminaren bereiten die Kooperationspartner der Initiative junge Menschen umfassend auf ihren Einsatz als Wahlhelfer:in bei der Bundestagswahl vor. Genau das haben wir gemacht.

An einem schönen Sommerwochenende Ende August fand sich eine kleine Gruppe von Teilnehmenden in unserem Kölner Büro ein, um für ihren Einsatz im Wahllokal geschult zu werden.

 

Samstag

Um 10 Uhr trafen wir – das sind Achim und Ina von Mehr Demokratie NRW sowie Luisa vom Willi-Eichler-Bildungswerk – uns mit den Teilnehmenden des Seminars im Kölner Büro von Mehr Demokratie. Die Agenda für die kommenden zwei Tage war vollgepackt, also los geht’s.

Nach einer Runde Kennenlern-Bingo ging es mit dem Thema Wählen gehen los. Nach einem eher theoretischen Einstieg in das Thema (Was hat Einfluss darauf, dass junge Menschen wählen gehen?), haben wir zusammen Argumente und Strategien besprochen, wie Nicht-Wähler:innen doch noch überzeugt werden können. Die Argumente haben wir dann auch direkt mal an uns selber ausprobiert und versucht, uns in unterschiedlichen Rollen gegenseitig zu überzeugen. Danach stand die Frage im Raum, welchen Einfluss der Bundestag eigentlich auf das eigene Leben hat. Dabei wurden vor allem zwei Themen besonders intensiv diskutiert und besprochen: Sicherheit und Frieden weltweit sowie Klimaschutz. In der Mittagspause haben wir das schöne Wetter genutzt und uns zum Essen an das Rheinufer gesetzt.  Nach der Pause gingen die Diskussionen weiter: Was sind demokratische Grundsätze von Wahlen? Was wird in anderen Ländern praktiziert und für wie demokratisch haltet ihr diese Verfahrensweisen? Nach langen und spannenden Diskussionen ging der Tag schließlich zu Ende.

 

Sonntag

Heute wird gewählt – aber erstmal nur im Landesbüro! Am zweiten Seminartag drehte sich alles um den Wahltag. Worauf muss geachtet werden? Was ist der Unterschied zwischen Wahlbenachrichtigung, Ersatzwahlbenachrichtigung und Wahlschein? Und wann wird was gebraucht? Darf man auch nur mit dem Personalausweis wählen? Und wie wird ein Wahllokal aufgebaut? Mit dem Aufbau haben wir angefangen: Wir haben unser Kölner Büro in ein Wahllokal umgebaut, Wahlurne und Wahlkabinen aufgestellt sowie die Tische mit Wählerverzeichnis und Stimmzetteln vorbereitet. Dann haben wir einen Tag im Wahllokal simuliert. Abwechselnd waren die Teilnehmenden Wahlvorstände und Wähler:innen, haben den Ablauf einer Wahl kennen gelernt und unterschiedliche Sonderfälle durchgespielt, bspw. wie man damit umgeht, wenn jemand seine Wahlbenachrichtigung verloren hat. Nach der Mittagspause mit Pizza von der l‘Osteria nebenan ging es dann ans Auszählen der Stimmzettel und das Ausfüllen des Wählerverzeichnisses. Die Herausforderungen haben die Teilnehmenden als Team mit Bravour gemeistert. Mit diesen Wahlhelfer:innen steht einer reibungslosen Bundestagswahl am 26. September nichts mehr im Weg!

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