08. Mai 2017

Allianz für Weltoffenheit

Von Niels Wiese

Unter dem Motto „Gemeinsam für gelebte Demokratie“ hat am 4. Mai der erste Kongress der Allianz für Weltoffenheit in Köln stattgefunden. Hierbei handelt es sich um das erste Treffen in größerem Rahmen der "Allianz", zu deren Mitgliedern unter anderem die Deutsche Bi­schofskonferenz, der Koordinierungsrat der Muslime, der Deutsche Gewerkschaftsbund sowie an­dere Verbände zählen.

 

Die „Allianz“ setzt sich für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in der Bundesrepublik ein und möchte ein Forum für interkulturelle Begegnungen bieten. Das Ziel ist eine solidarische und nachhaltige Politik in Deutschland, die einem jeden eine gerechte Teilhabechance eröffnet. Auch Vertreter von Mehr Demokratie waren dabei.

 

Das erste Panel befasste sich mit dem Thema „Allianz für Weltoffenheit - warum treten wir gemeinsam für gelebte Demokratie ein?“. Der Vorsitzende des Deutschen Ge­werkschaftsbundes, Reiner Hoffmann, machte sich für eine Verbesserung des deutschen Asylsystems stark. Nach seiner Theorie resultiere der aufkeimende Fremdenhass in erster Linie aus der sozialen Abstiegsangst der Menschen. Die Präses der Synode der Evangelischen Kirche in Deutschland, Dr. Irmgard Schwaetzer, betonte in ihrem Beitrag, dass die Demokratie ein nie beendeter Lernprozess sei. Sehr prägnant war der Einwand von dem Geschäftsführer des Deutschen Kulturrates, Olaf Zim­mermann. Er monierte, dass die Kulturszene in Deutschland unter einem Druck der „neuen Rechten“ stehen würde.

 

In dem zweiten Panel wurde die Frage „Stresstest für Demokratie und Weltoffenheit - was hält un­sere Gesellschaft zusammen?“ kontrovers diskutiert. Zu Beginn wurde ein Videoclip gezeigt, wo mehrheitlich die von den Medien bezeichneten „besorgten Bürger“ zu Wort kamen. Der Vorsitzende der Migrationskommission der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Dr. Stefan Heße, vertrat die Meinung, dass gemeinsame Aktivitäten (wie gemeinsames Essen oder Sportevents) der Schlüssel zu einer erfolgreichen Integration der Flüchtlinge seien.

 

Aus Sicht des Präsidenten des Deutschen Olym­pischen Sportbundes, Alfons Hörmann, sind die Sportvereine der beste Integrationsmotor in der Bundesrepublik. Dennoch mahne er seine Mitglieder regelmäßig an, sich entschieden gegen jegliche Form von Diskriminierung innerhalb der einzelnen Vereine auszusprechen. Als letzter in der Runde kam der Sprecher des Koordinationsrates der Muslime, Aiman Mazyek, zu Wort. Er betonte, dass der Islam in keinem Widerspruch zur Demokratie stehen würde. Vielmehr sei es ein großes Geschenk für jeden Immigranten, der vor Krieg und Verfolgung aus seiner Heimat geflohen sei.

 

Am Nachmittag boten mehrere „Barcamp-Sessions“ den Teilnehmern der Konferenz die Möglichkeit, die vorher miteinander diskutierten Themen zu vertiefen und voneinander in Arbeitsgruppen zu ler­nen bzw. neue Ideen zu entwickeln. In der abschließenden Gesprächsrunde am Nachmittag wurde das Resümee gezogen, dass es “gut sei, dass die Allianz gebildet worden ist“ und die Demokratie nur in einem respektvollen Dialog miteinander funktionieren kann.

Pressemitteilung

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